Unsere Freiwilligendienste

Unser Verein bietet derzeit Freiwilligendienste in zwei Projekten in Peru an:

  • seit 2019 am Colegio Ludwig van Beethoven (Projekt Nr. 1) in Arequipa als „Anderer Dienst im Ausland“ (ADiA)

  • voraussichtlich ab März 2022 am Colegio alemán Max Uhle (Projekt Nr. 2), ebenfalls in Arequipa

Bewerbungsfrist für einen Freiwilligendienst mit Ausreise im Sommer/Herbst 2022 ist der 31. Januar 2022.

Was ist der ADiA?

Der ADiA, der „Andere Dienst im Ausland“ ist ein internationaler Freiwilligendienst.

Wir sind als Träger des ADiA durch das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (nach § 5 BFDG i. V. m. § 14 b Abs. 1 und 3 ZDG) für unser Projekt Nr. 1 seit Oktober 2019 anerkannt. 

So stellen wir u. a. die pädagogische Begleitung vor, während und nach dem Dienst sowie Unterkunft und Verpflegung neben anderen administrativen Dienstleistungen.

Weiterhin ist der ADiA mit einem Anspruch auf Kindergeld verbunden, wird allerdings nicht mit öffentlichen Mitteln gefördert.

Jährlich leisten insgesamt knapp 100 Freiwillige einen ADiA, der ursprünglich als sogenannter „Zivildienst im Ausland“ eingeführt worden ist. Die Dienstdauer beträgt meist 12 Monate. Es gibt keine Altersbeschränkung.

Weitere Informationen finden Sie unter: www.bmfsfj.de

Unser Leitbild

Der Anlass für die Gründung unseres Vereins 2017 war der Wunsch, nachhaltig Schulpartnerschaften zwischen Schulen in Deutschland und Peru zu unterstützen. Gerade in einer zunehmend globalisierten Welt, in der häufig nur oberflächliche oder gar keine Kenntnisse über fremde Kulturen und Lebensumstände vorhanden sind, sehen wir unsere Aufgabe darin, eine vertiefte Kenntnis anderer „Welten“ zu ermöglichen. 

Die Freiwilligen stehen hier in besonderer Weise im Fokus der Vereinsarbeit, nach Beendigung ihrer Schulzeit vor dem Beginn der weiteren Ausbildung sind sie in einer Lebensphase, die viele Chancen bietet, sich auf neue Kulturen und andere Lebensrealitäten einzulassen. Die Entwicklung der internationalen Beziehungen veranschaulicht immer deutlicher, dass wir auf das Engagement des Einzelnen für eine zivile, gerechtere und zukunftstaugliche Gesellschaft angewiesen sind. Hier sehen wir im Freiwilligendienst eine große Möglichkeit für junge Menschen ein solches Engagement auch langfristig zu entwickeln. 

Die Gründungsmitglieder hatten seit längerem wiederholt erfahren, dass Partnerschaften vor allem eines stabilen persönlichen Engagements bedürfen. Schüler/innen, die sich bereits während ihrer Schulzeit für eine Partnerschule persönlich eingesetzt haben, sind hochgradig motiviert, ihr Engagement auch nach der Schulzeit weiterzuführen. Dieses enorme Potential soll mit Hilfe der Arbeit des Vereins BEETOVIANOS INTERNACIONAL – Schule hilft Schule e. V. gefördert und langfristig genutzt werden. Hierzu sollen regelmäßige Freiwilligendienste an Schulen in Peru durch die Vermittlung und Unterstützung des Vereins ermöglicht werden, bei denen uns ganz besonders an einer Begegnung auf Augenhöhe gelegen ist. 
So soll im Vorfeld die faszinierende und vielfältige Kultur Perus den Freiwilligen durch die Vereinsarbeit nahe gebracht werden und der Einzelne dadurch in die Lage versetzt werden, mit Neugier, Respekt und Interesse am Fremden in den Freiwilligendienst zu gehen. 

Die langjährigen Kontakte zu Schulen in Peru haben den Gründungsmitgliedern immer wieder vor Augen geführt, dass für jede Partnerschaft diese Art des offenen und respektvollen Miteinanders unverzichtbar ist. Gleichzeitig ist die/der Freiwillige in ihrem/seinem Einsatz in Peru ein/e Botschafter/in der deutschen Kultur und soll durch ihre/seine Arbeit Einblicke in die kulturellen Besonderheiten und Werte Deutschlands und den peruanischen Schülern eine Horizonterweiterung in intensiver Form geben können. 

Darüber hinaus soll die/der Freiwillige durch ihre/seine Arbeit vor Ort, z. B. durch Assistententätigkeiten für die Lehrkräfte oder zusätzliche Förderangebote für einzelne Schüler, die Entwicklungsmöglichkeiten der Schüler/innen ausbauen und die Entfaltung ihrer vielfältigen Potentiale fördern. Daneben soll die/der Freiwillige selbst natürlich in ihrer/seiner Entwicklung zur/m politisch mündigen und sozial engagierten Bürger/in gefördert werden. 

So sollen die Freiwilligen ihre Erfahrungen nach Abschluss ihres Aufenthaltes in Peru an Interessenten des nächsten Jahrgangs weitergeben, die Schulgemeinschaft über die Entwicklung der Partnerschaft informieren und das kulturelle Angebot des Vereins unterstützen.

Erfahrungsberichte:

„… So habe ich mir das Ende meines Auslandsjahres nicht vorgestellt. Ich glaube, so hat sich keiner das Jahr 2020 vorgestellt. Ich konnte mich nicht mehr von meinen peruanischen Freunden und den Lehrern und Schülern des Colegios verabschieden. Eigentlich wollte mich meine Familie in Peru besuchen kommen und ich wollte ihnen all das zeigen, was ich so gut kennenlernen durfte. Doch es ist anders gekommen, und das ist okay. Ich bin dankbar für all das, was ich erlebt habe, die Menschen, die ich treffen durfte, das Land, das ich kennengelernt habe. Die Situation ist inzwischen tragisch in Peru. Es gibt so viele Infizierte und Tote wie in fast keinem anderen Land Südamerikas. Und die Zahl steigt. Das Problem sind die Armutsviertel, in denen es kein fließendes Wasser, keine medizinische Versorgung gibt. Die Menschen sind arbeitslos und viele sterben nicht am Virus, sondern an Hunger und Durst. Und auch, wenn das alles vorbei ist, wird Peru noch lange unter den Folgen der Corona-Pandemie leiden. Mir ist während meiner Zeit in Peru bewusst geworden, wie privilegiert wir sind. Wir haben so viele Rechte und Möglichkeiten und wir sollten sie nutzen! Für ein friedliches Miteinander ohne Diskriminierung und Hass. Wo wir aufeinander achten und einander helfen.
Ich bin dankbar für alles. Bleibt gesund.
Gracias por todo, gracias Perú!“


Katharina, Freiwillige in Arequipa (September 2019 bis April 2020)

„Vor fast einem Jahr bin ich nach Arequipa geflogen um dort Englisch und Französisch zu unterrichten. Es war eine fantastische Erfahrung. Die Kinder redeten nicht ganz gut Englisch, aber wollten das wirklich lernen. Die Lehrer haben immer alles getan, damit ich mich wohlfühlte. Fast jedes Wochenende bin ich eingeladen worden, um etwas mit der Familie eines Lehrers zu essen. Alle waren großzügig und wollten Zeit mit mir verbringen. Auch in der Gastfamilie fühlte ich mich wohl. Zusammen haben wir viel Ausflüge gemacht, wir sind zum Beispiel ein paar Tage zum Meer gegangen. Wenn es möglich wäre, würde ich das alles gerne noch mal erleben. Obwohl das leider nicht mehr geht, werde ich bestimmt nach Peru zurückkehren, insbesondere nach Arequipa. Dort habe ich dank des Vereins BEETHOVIANOS INTERNACIONAL – Schule hilft Schule e. V. ein zweites Zuhause gefunden.“

Maartje, Freiwillige in Arequipa (September und Oktober 2019)